ADFC-Sternfahrten am 2. Juni

 

Gleich zwei Raddemos machen am ersten Juni-Wochenende mehr Platz fürs Rad. In Berlin und Düsseldorf demonstrieren wieder tausende Menschen auf dem Rad für fahrradfreundliche und lebenswerte Städte.

 

Die Sternfahrt des ADFC Berlin ist die wohl größte regelmäßige Raddemo weltweit.
Die Sternfahrt des ADFC Berlin ist die wohl größte regelmäßige Raddemo weltweit. © ADFC / Dirk Michael Deckbar

Sie ist die wohl größte regelmäßige Fahrrad-Demonstration der Welt: Am 2. Juni rollt wieder die Sternfahrt des ADFC Berlin durch die Hauptstadt und steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der bundesweiten ADFC-Kampagne „Mehr Platz fürs Rad“.

Auf 19 Routen zum Großen Stern

„Immer mehr Menschen in Berlin wollen Rad fahren – doch sie werden auf enge Radstreifen geschickt, während jedes Jahr zehntausende zusätzliche Autos die Stadt verstopfen. Senat und Bezirke müssen Verkehrsflächen jetzt mit Mut umverteilen. Weniger Raum für Autos und mehr Platz für breite Rad- und Fußwege, mehr Sicherheit an Kreuzungen und ausreichend Abstellplätze“, sagt Landesvorstand Frank Masurat.

Etwa 100.000 Menschen lockt die Sternfahrt jedes Jahr aufs Rad, um für bessere Bedingungen für den Radverkehr und die gleichberechtigte Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel zu demonstrieren. Sie sind auf 19 Routen unter anderem auf den Stadtautobahnen „Südring“ (A100) und „AVUS“ (A115) unterwegs zum Großen Stern. Für Familien gibt es mit der Kinderroute eine kürzere Alternative.

ADFC-Sternfahrt NRW

Auch auf den Straßen in Düsseldorf ist am 2. Juni einiges los, wenn viele tausend Radfahrende von mehr als 60 Startpunkten aus durch die Landeshauptstadt fahren.

Die Sternfahrt NRW steht in diesem Jahr unter dem Motto „Aufbruch Fahrrad“. Das gleichnamige Bündnis hatte ein Jahr lang Unterschriften für eine Volksinitiative für ein fahrradfreundlicheres NRW gesammelt. Auf der Sternfahrt werden die vielen tausend Unterschriften symbolisch dem Landtag übergeben.

Dafür werden die Kartons mit den Unterschriften in einem Lastenrad-Korso von Köln nach Düsseldorf gefahren. Um 15 Uhr werden die Unterschriftenlisten der Volksinitiative auf der Bühne auf der Wiese vor dem Landtag an NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben. Ab 15.30 Uhr geht es dann begleitet von der Polizei 18 Kilometer lang mit geschmückten Rädern und einem Klingelkonzert durch den Rheintunnel und über zahlreiche Düsseldorfer Brücken.

Aufbruch Fahrrad

Die Initiative, an der auch der ADFC NRW maßgeblich beteiligt ist, will den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von derzeit acht auf 25 Prozent landesweit erhöhen. „Aufbruch Fahrrad“ fordert eine Infrastruktur für den Radverkehr, die die Sicherheit von Radfahrenden zur obersten Priorität macht und somit vielen Menschen erlaubt, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

#MehrPlatzFürsRad

Mit seiner bundesweiten Kampagne "Mehr Platz fürs Rad" kämpft der ADFC 2019 für mehr Platz fürs Rad und fordert breite Radwege in zusammenhängenden Netzen, sichere und geschützte Kreuzungen sowie komfortable und viele Fahrradparkplätze. Im Rahmen der Kampagne gibt es deutschlandweit viele verschiedene Aktionen von Raddemos, über Poolnudel-Aktionen bis zu ADFC-Streifen, die zeigen sollen, wie gut es sich anfühlt, wenn dem Radverkehr mehr Platz eingeräumt wird.

 

https://kv-kleve.adfc.de/neuigkeit/adfc-sternfahrten-am-2-juni

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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