Lokalen Handel stärken

 

Fahrradläden mit angeschlossener Werkstatt dürfen Reparaturen ausführen und so die Mobilität von Radfahrer*innen sichern. Der Verkauf im Laden ist in einigen Bundesländern jedoch untersagt. Einige Fachgeschäfte gehen kreativ mit der Situation um.

 

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Deutschland braucht lebendige Städte: Auch der ADFC unterstützt den lokalen Handel. © ADFC/April Agentur

Um die Weiterverbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind viele Läden geschlossen. Fahrradläden mit Werkstatt sichern weiter die Mobilität. Auch im Fahrradbereich ist der Onlinehandel verbreitet und für Versender sind die Auswirkungen der Krise moderat. Einige berichten sogar von mehr Umsatz als sonst üblich. Für den lokalen Fahrradhandel, der vor allem im Frühjahr seinen Umsatz macht, sieht das anders aus.

Gerade für Fach- und Einzelhandelsgeschäfte sind die massiven Umsatzverluste existenzgefährdend. Auch Fördermitglieder und Kooperationspartner*innen des ADFC sind betroffen. Der ADFC steht für lebendige, lebenswerte Städte und Gemeinden und hat ein großes Interesse daran, dass es auch nach der Corona-Krise weiter einen lokalen Einzelhandel gibt.

Solidarisch mit lokalen Läden

Die meisten Menschen sind aktuell sehr solidarisch mit den lokalen Geschäften und wollen den Einzelhandel vor Ort unterstützen. Gerade in städtischen Räumen haben sich nach den behördlichen Einschränkungen schnell Initiativen gebildet, die den lokalen Handel stärken. Dies will der ADFC unterstützen und ruft Mitglieder und ehrenamtlich aktive Menschen dazu auf, diese zu unterstützen, anzuregen oder zu gründen und den lokalen Fahrradhandel einzubeziehen.

Wie viele andere Branchen auch, muss auch der Fahrradhandel kreativ werden. Telefonisch oder per Mail sind die meisten Händler erreichbar. Manche Fahrradhändler führen Kund*innen per Videochat durch den Laden oder beraten per Skype, WhatsApp oder Facetime und stellen auf sozialen Medien oder per Instagram-Stories sich und ihre Fahrräder vor.

Bestellungen und Probefahrten sind möglich

Auch wenn Produktionen vielleicht stillstehen, es gibt ausreichend Fahrräder am Lager, so heißt es etwa bei Hersteller Derby Cycle, zu dem Marken wie Focus, Kalkhoff und Raleigh gehören. Auch bei Kettler Alu Rad gilt: Bestellungen von Fahrrädern und Elektrorädern über den örtlichen Fachhandel sind jederzeit möglich.

Probefahrten seien kontaktlos unter Einhaltung von Hygienevorschriften möglich, heißt es in der Branche. Griffstellen wie Lenker und Sattel werden desinfiziert und Räder teils vor der Haustür der Kaufinteressierten abgeliefert und mit Zahlenschloss gesichert. Bei Kettler ist man bereits dazu übergegangen, bei Kauf (z. B. Vorkasse oder PayPal) kontaktlos per Spedition nach Hause zu liefern. Auch lokale Händler können in Absprache mit den Kund*innen ausliefern.

 

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Copyright: ADFC/April Agentur

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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