Klimakommission verfehlt das Ziel

 

Die Arbeitsgruppe „Klimaschutz im Verkehr“ der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ konnte sich nicht auf Vorschläge einigen, mit denen die angepeilte Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis zum Jahr 2030 erreicht werden könnte.

 

Der Ausstoß des Klimagases soll um 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 bis 2030 sinken, so steht es im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. Die Klimakommission sollte entsprechende Vorschläge liefern. Zuletzt war der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor sogar gestiegen.

Nach einer 17-stündigen Sitzung konnten sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe zwar auf einige Maßnahmen einigen, die insgesamt aber kein ausreichendes Einsparpotential aufweisen. Sie sollen in einen Zwischenbericht einfließen, der der Politik Handlungsempfehlungen gibt.

Umweltverbände unzufrieden

Die in der Arbeitsgruppe vertretenen Umwelt- und Verkehrsverbände ADFC, Allianz pro Schiene, BUND und NABU kritisierten in einer gemeinsamen Mitteilung, dass der Zwischenbericht in keiner Weise zufriedenstellend sei: „Das ist umso bedauerlicher als die Arbeiten in der Gruppe gezeigt haben, dass das Klimaschutzziel für den Verkehr mit einem umfassenden Maßnahmenpaket und einer zeitnahen Umsetzung noch eingehalten werden kann.“

Der Vorschlag, den Emissionshandel auf bislang ausgesparte Bereiche auszuweiten, wurde positiv aufgenommen, jedoch seien dringend weitere Maßnahmen nötig, u. a. der massive Ausbau der Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr, ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr und die Verlagerung von Güter- und Personenverkehr auf die Schiene.

Elektroautos allein sind keine Lösung

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork, der in dem Gremium vertreten ist, sagte: „Voraussetzung für die Erreichung der Klimaziele ist ein anderes Verkehrssystem. Es reicht eben nicht, Autos mit Verbrennermotoren 1:1 durch E-Autos zu ersetzen. Wir brauchen mehr Bus und Bahn, Fuß und Rad, wir müssen die Mobilität auf den kurzen Alltagsstrecken verändern, damit Menschen auch ihre Mobilität auf den langen Strecken ändern.“ Die Umweltverbände kündigten an, sich weiter am Erarbeiten von konkreten Vorschlägen zu beteiligen, um die Zielvorgaben zu erreichen. Darüber hinaus wollen sie noch intensiver auf Bundesregierung und Bundestag einwirken, damit diese die notwendigen Maßnahmen ergreifen und ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen.

 

https://kv-kleve.adfc.de/pressemitteilung/klimakommission-verfehlt-das-ziel

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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